Festgeld
weniger interessant, da Aktien- und Fondsanlagen deutlich höhere Renditen erzielten, ist es in der jetzigen Finanzkrise stark gefragt. Der Grund hierfür ist, dass Festgeld als 100% sicher gilt, keine Kursschwankungen aufweist und die Rendite bereits bei Vertragsabschluss feststeht und sich nicht mehr verändern kann. Um die Sicherheit des Festgeldes gewährleisten zu können sollten Anleger darauf achten, dass die jeweilige Bank im Einlagensicherungsfonds des Bankenverbandes Mitglied ist. Einige ausländische Institute sind dies nämlich nicht, ihre Einlagensicherung ist beschränkt.
Das Angebot an Festgeld ist sehr groß. Es wird nicht mehr nur von den Banken und Sparkassen vor Ort, sondern auch von den Direktbanken angeboten, die teils deutlich günstigere Konditionen bieten. Ihre Zinssätze liegen durchschnittlich 0,5-1,0% höher als bei Filialbanken. Allerdings erfolgt die Abwicklung in diesem Fall ausschließlich online, die Anleger müssen sich selbst um Kontoeröffnung, Überweisung des Geldes sowie um die Stellung ihres Freistellungsauftrages kümmern.
Neben den unterschiedlichen Konditionen unterscheiden sich die Festgelder der Banken aber auch in weiteren Details. So muss für Festgeld in der Regel ein Mindestanlagebetrag eingehalten werden. Liegt dieser bei der einen Bank bei nur 1.000 Euro, müssen Anleger bei einer anderen bis zu 5.000 Euro Mindesteinlage vorweisen. Auch sind nicht immer alle Laufzeiten verfügbar, einige Banken bieten Festgeld nur kurzfristig (zwischen 1-6 Monate), andere wiederum nur langfristig (ab einem Jahr) an. Ein Festgeldvergleich zeigt die jeweiligen Banken, die für den gewünschten Anlagehorizont die besten Konditionen bieten.
In allen Fällen entscheidet vornehmlich der Leitzins der EZB, der Europäischen Zentralbank, über die Höhe des Zinssatzes. Senkt oder hebt die EZB den Zins, werden auch die Banken wenige Tage später ihre Zinssätze für Festgeld korrigieren. Die Zinsen dieser Anlage sind weiterhin abhängig von der Höhe der Einlage und natürlich von der Anlagedauer. Bei einer "normalen" Zinskurve würden Anleger für längere Laufzeiten auch höhere Zinsen erhalten, man spricht hierbei von einer "Halteprämie". Das Zinsniveau ist derzeit jedoch umgekehrt. Anleger können derzeit für kürzere Laufzeiten deutlich höhere Renditen erzielen als für Festgelder über ein oder zwei Jahre. Der Grund hierfür ist die erwartete Zinssenkungshaltung der Zentralbank. Die Zinserträge für Festgeld werden in der Regel am Ende der Laufzeit ausgezahlt. Einige Institute gehen aber vor allem bei mehrjährigen Anlagen dazu über, auch während der Laufzeit Zinsen auszuzahlen. Dies hat den Vorteil des Zinseszinseffektes, der nicht unerheblich ist. In allen Fällen können Anleger ihre erhaltenen Zinsen über einen Freistellungsauftrag freistellen, um Steuern zu sparen.